Die Vortänzer des Trachtengaus Niederbayern absolvierten vom Freitagabend bis Sonntagnachmittag einen Vortänzerlehrgang im Gasthof Sixt in Rohr. Die 34 Teilnehmer übten dabei unter der Leitung von Gauvortänzer Stefan Hauser vom Trachtenverein Pfeffenhausen traditionelle Volkstänze ein. Am Gelernten konnten sich die Besucher der Samstagsabendmesse in der Rohrer Abteikirche erfreuen, denn just als der Fototermin anstand, waren die ersten Besucher auf dem Weg zur Samstagsabenmesse. Die Volkstänzer, die aus ganz Niederbayern zu diesem Lehrgang angereist waren, liessen sich nicht lange Bitten und gaben für die Kirchenbesucher, die die Darbietungen mit einem kräftigen Applaus honorierten, eine Kostprobe ihres Könnens,.
Der Trachtengau Niederbayern bietet jedes Jahr im Frühjahr einen sogenannten Vortänzerlehrgang an. Als Veranstaltungsort, so Edgar Holz, wurde bereits zum dritten Mal der Gasthof Sixt in Rohr ausgewählt, weil man hier einen idealen Übungsraum, eine gute Küche und sehr ansprechende Zimmer zu erschwinglichen Preisen vorfindet. Zudem ist die Gastwirtsfamilie Jakob Sixt um das Wohl der Teilnehmer in besonderer Weise bemüht. So hat Jakob Sixt nur für die Lehrgangsteilnehmer am Samstagabend zum geselligen Beisammensein einen leckeren Schweinebraten vorbereitet, mit dem er die Teilnehmer bei der Rückkehr von einer Wanderung überraschte.
Es wurde aber nicht nur die Kameradschaft gepflegt, sondern freilich auch fleißig geübt, denn gerade der „Feistritzer Landler“, so Gauvortänzer Stefan Hauser, der in Unterneuhausen beheimatet ist, mit seinen 16 Figuren, gilt als Krönung des Repertoires verlangt aber ein Höchstmaß an Übungsbereitschaft und Konzentration.
Aber auch die anderen Tänze, wie die „Ramsauer Kreuzpolka“ , der „Sensensteiner Doppelachter“, der „Schönbrunner Landler gehörten zum Programm und wollen einstudiert werden. Da es sich um künftige Vortänzer in ihren Heimattrachtenvereinen handelt, waren aber die Teilnehmer top motiviert. Nach zweijähriger Zwangspause war es nun wieder möglich ein solches Treffen durchzuführen, wobei der Lehrgang, so Edgar Holz, auf Grund von Coronaerkrankungen im Vorfeld bis zuletzt auf des Messers Schneide stand. So musste heuer der 2. Gauvortänzer Daniel Kainz aus Hengersberg von der Stammmannschaft passen.
Da in Rohr alles rundum zum Besten bestellt war, wird auch für das Jahr 2023 ein solcher Lehrgang in Rohr geplant.
